Wohnwagen Stützrad wechseln: eine Anleitung

Wohnwagen Stützrad wechseln: eine Anleitung

Wohnwagen Stützrad wechseln: eine Anleitung wofür?

Bei den werksmäßig verbauten Stützräder sind in der Regel die Reifen aus Kunststoff.

Das stellt auch keine Problem dar – außer man muss den Wohnwagen oft über Bordsteinkanten und / oder weiche Böden „movern“ oder schieben.

Aber welcher Reifen hat denn jetzt mehr Komfort?

Wenn man sich in den einschlägigen Foren zu dem Thema informiert, gibt es ein klares Ergebnis:

JEDER hat eine ANDERE Meinung.

– Kunststoffbereifung reicht doch
– Gummirad mit Luftschlauch ist das einzig Richtige
– nichts geht über das PE-Rad schaumgefüllt
– dann noch als Monoreifen
– oder doch lieber als Zwillingsreifen

UND? Was ist jetzt richtig?

Meine Meinung dazu ist: schaumgefüllt oder luftgefüllt – egal, beide sind besser als das Kunststoffrad.

Wo bekomme ich das passende Wohnwagen-Stützrad?

Ich habe mich nicht für den Austausch des Kunststoffrades an der vorhandenen Deichsel sondern für eine komplettes Stützrad mit Reifen entschieden.

Wenn man bei g**gle einfach die Begriffe „deichselrad wohnwagen“ eingibt, werden sofort die passenden Ergebnisse angezeigt.

Wichtig dabei ist, dass man auf die maximale Belastung des Reifen achtet. Wenn man z. B. eine Stützlast von 100kg auf der Deichsel hat, dann sollte die maximale Belastung des Reifen natürlich größer 100kg sein.

Ein Stützrad mit einem Reifen mit max. Belastung von 135kg findet man bereits für unter 30€ im Netz.

Hier* findet ihr zum Beispiel ein Markenstützrad von Al-Ko für Anhänger mit einer Stützlast von bis zu 200kg.

Und wie tausche ich jetzt die Stützräder?

Auf Grund der ganzen Abdeckungen und sonst was an der Deichsel, kann man das Stützrad nicht -wie bei einem Anhänger- durch öffnen der Deichselhalterung abnehmen.

ABER man kann den Teil der Stütze mit dem Rad aus dem Teil der Stütze mit der Kurbel auseinander drehen

1. ACHTUNG: die Rohre sind gefettet – nicht im Wohnzimmer auf dem Sofa machen.
2. ACHTUNG: das geht nicht, wenn das Stützrad eine integrierte Waage hat.

Jetzt das alte Rad raus und das neue Rad rein:

Den Wohnwagen natürlich gegen wegrollen sichern.

Dann mit dem Stützrad vorne soweit hochdrehen wie möglich und dann die Deichsel mit „Böcken“ sichern (auch hier auf die Belastung achten).

Auch hier lang genug kurbeln und irgendwann fällt der Teil mit dem Rad raus.
Noch die Stützradklemme aufdrehen und den Teil mit der Kurbel nach oben raus ziehen.

Der Einbau der neuen Stütze mit dem alternativen Rad funktioniert genauso – nur halt rückwärts.

Zack: „Wohnwagen Stützrad wechseln“ fertig

Fazit:

Wie man auf den Fotos sehen kann, ist es ohne Werkzeug und ohne Werkstatt relativ simpel, das Deichselstützrad zu wechseln.

Wir haben zu Hause eine abgesenkte Bordsteinkante, die aber immer noch ca. 5 cm hoch ist, über die wir „drüber movern“ müssen.

Mit dem Kunststoff-Rad musste ich die Deichsel an der Stelle dann immer anheben – das muss ich jetzt nicht mehr machen.

Also für schmales Geld und geringem Aufwand den Mehrwert (zumindest für mich) erhöht.

Den weiteren Vorteil haben wir in Kroatien kennen gelernt.

Als wir den Campingplatz auf Krk erreicht haben (siehe auch unseren Reisebericht Kreuz und Quer Richtung Süden Teil 1Teil 2Teil 3 und Teil 4), hatte es vorher eine Woche durchgeregnet. Dementsprechend matschig und durchweicht war der Boden.

Unser Platz war relativ klein in eine Ecke „gequetscht“. Den Wohnwagen mit dem Auto oder mit Manpower in die Lücke manövrieren war unmöglich. Dank Mover und dem Luftreifen konnten wir unseren Wohnwagen mit „Meerblick“ platzieren.

Ich glaube, dass das mit dem Kunststoffreifen nicht funktioniert hätte.

Also dieses Wochenende noch schnell beim Wohnwagen das Stützrad wechseln

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