Zulässiges Gesamtgewicht

Das kennt ihr sicher auch – das zulässiges Gesamtgewicht …..

Der Wohnwagen ist grundsätzlich schon mal belegt mit der Grundausstattung: Vorzelt „idealerweise“ mit Stahlgestänge, Campingtisch mit Stühlen, Sonnenliege, Sonnensegel, Strand-Utensilien UND NATÜRLICH die Deko-Artikel für das Vorzelt.

Ach – wir brauchen ja auch noch was für den täglichen Gebrauch:
Bettwäsche, Kleidung, Handtücher, Sportgeräte, Hygieneartikel werden im Wohnwagen verstaut. Die Kinder bringen noch Klappboxen voller Spielzeug, Bücher und Kuscheltiere. Dann muss auch noch die Kamera-Ausstattung inkl. diverser Wechselobjektive und natürlich das Notebook mit externer Festplatte für die ganzen Bilder mit.

Sie macht den Kühlschrank voll, legt Sekt schon mal kalt und die 1l-Flaschen Wein nicht zu vergessen. Er packt noch die Kiste Bier ein und die Kinder den Saft.

„Wer weiß, ob wir es heute Abend noch auf den Platz schaffen und nicht vielleicht vor der Schranke schlafen müssen – ich mach schon mal den Frischwassertank voll, damit wir uns morgen auch schnell die Zähne putzen können “

Und dann mal grob überschlagen – Mist…zulässiges Gesamtgewicht weit übertroffen.

Als wir noch unseren alten Wohnwagen hatten, haben wir tatsächlich jede Klappbox, jeden Stapel, jedes „Objekt“, was eingeladen wurde, mit einer Küchen- oder Kofferwaage gewogen.

Tabelle Beladung

Die Gewichte haben wir dann direkt in eine selbst erstellte Datei im Tabellenprogramm eingetragen.
In der Tabelle ist auch berücksichtigt worden, wo es im Wohnwagen eingepackt wurde: Vorne links, hinten recht, Mitte rechts etc.

So haben wir uns relativ schnell eine Übersicht verschafft und wussten, wann wir selektieren müssen oder Gewicht verlagern müssen.
Voraussetzung ist dabei natürlich ,das Ihr die 4 relevanten Gewichte Eures Wohnwagen im Leerzustand kennt: Gesamtgewicht (der gesamte Wohnwagen steht abgekuppelt auf der Waage), Gewicht auf dem rechten Reifen (nur der rechte Reifen des Wohnwagen steht abgekuppelt auf der Waage), Gewicht auf dem linken Reifen (nur der linke Reifen des Wohnwagen steht abgekuppelt auf der Waage) und die Stützlast (entweder mit einer Stützlastwaage oder einem entsprechend stabilen Latte und der Personenwaage aus dem Badezimmer).

Ich empfehle -gerade für Anfänger- auch eine solche Aufstellung zu erstellen. Man bekommt relativ schnell ein Gefühl dafür, was die einzelnen „Stücke“ wiegen.

Und auch empfehle ich es für die Sicherheit – nichts ist gefährlicher, als ein überladener und / oder falsch beladener Wohnwagen.

Also:
maximale Zuladen beachten, schwere Dinge in Bodennähe nach unten und am besten Richtung Achse. Maximal zulässige Stützlast ausnutzen (gültig ist die geringere vom Zugwagen oder vom Wohnwagen).

Und:
der Zugwagen gehört auch sinnvoll beladen – mit einem leeren Zugwagen spielt der Wohnwagen „Flummi“ wenn er will.

 

Gewichtseinsparung:

Lebensmittel und Getränke nur Grundausstattung – können im Regelfall überall gekauft werden
Wassertank: Wasser für den ersten Abend zum Zähneputzen reicht
Zeltstangen austauschen gegen welche aus Alu oder Fiberglas
oder direkt ein neues Zelt mit „Luftgestänge“ – wir haben eins und können es nur empfehlen
Besteck und Geschirr kann vor Ort gespült werden – also nur das nötige für ein bis zwei Tage
Geschirr aus Melamin
Töpfe aus Alu
Gas im Sommer maximal für den Grill
Erfahrung zeigt – Bekleidung wird immer zu viel eingepackt
Fahrräder auf das Dach vom Zugfahrzeug (aber auch hier die „Grenzgewichte“ beachten)

Viele sparen am Reserverad und nehmen das Pannenspray – bringt nur nichts, wenn der Reifen platzt. Ich bin Befürworter eines Reserverades.

Ich glaube, man kann die Liste noch beliebig vorführen – einfach bei jedem Teil, was eingepackt wird, den Sinn und Zweck hinterfragen.

 

Schönen Urlaub und allzeit sichere Fahrt.

Und schimpft nicht auf die Polizei, die Gewichtskontrollen durchführen – es ist zur deiner Sicherheit und zur Sicherheit deiner Familien.